Rit SEC
23 February, 2012
Den Stromanbieter wechseln

Nicht erst seit der nuklearen Katastrophe in Fukushima denken viele Menschen über einen Stromwechsel nach. In der aktuellen Atomdebatte wird derzeit diskutiert, wie lange die alten Atomkraftwerke noch laufen sollen, bevor sie für immer stillgelegt werden.

Auch wenn der Tag noch in weiter Ferne liegt, kann man sich schon jetzt über die Strompreise alternativer Energielieferanten informieren. Im Strom Vergleich sieht man deutlich, dass natürlicher Ökostrom gar nicht mal so teuer ist. Warum sich ein Wechsel lohnt, erfahren Sie hier.

Die Kraft kommt aus der Natur

Die Ökostrom Anbieter schöpfen ihre Energie aus erneuerbaren Quellen wie dem Wind, der Sonne und der Biomasse. Wasser, Biogas, Solar- und Geothermie gehören ebenfalls dazu, werden aber aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen weniger genutzt. Im Jahre 2000 wurde in Deutschland nur rund 6,6 Prozent Ökostrom erzeugt – Anfang dieses Jahres betrug der Anteil am Gesamtstromverbrauch nach Einschätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schon ganze 20,8 Prozent. Bis zum Jahre 2020 möchte die Bundesregierung auf mindestens über 38 Prozent kommen.

Um die Kraft des Windes zu nutzen, werden Windkraftanlagen eingesetzt. Die Windräder entnehmen mit ihren großen Rotoren dem Wind die Energie und wandeln sie in elektrische Energie um, damit diese anschließend in das Stromnetz eingespeist werden kann. Um die Kraft der Sonne zu nutzen, wandeln Solaranlagen (auch Fotovoltaik genannt) die Lichtenergie mittels Solarzellen auf Dächern, Parkscheinautomaten, Taschenrechnern, Schallschutzwänden und auf Freiflächen direkt in elektrische Energie um.

Die Ökostromanbieter

Laut Definition darf man schon von Ökostrom sprechen, wenn wenigstens die Hälfte aus regenerativen Energien stammt, die andere kann im Prinzip aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kommen. Im Allgemeinen bedeutet das, dass viele Stromanbieter keinen reinen Naturstrom, sondern die besagte Mischung anbieten. Möchte man gewiss sein, dass der Ökostrom zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen stammt, kann man sich vor dem Wechsel ausgiebig über den Stromanbieter im Internet informieren.

Der erste deutsche Ökostrom-Anbieter war die Naturstrom AG, welche am 16. April 1998 in Düsseldorf von mehreren Vertretern aus verschiedenen Naturschutz- und Erneuerbare-Energie-Verbänden gegründet wurde. Kurz nach der Marktliberalisierung widmeten sich die Greenpeace Energy und Lichtblick dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Letztere versorgt mittlerweile über 600.000 Kunden mit Naturstrom, aber kauft auch für Spitzenlasten geringe Mengen Kohle- und Atomstrom zu. Weitere Anbieter, die ausschließlich Ökostrom vertreiben, sind die Clean Energy Sourcing GmbH (Belieferung von Industrie- und Gewerbekunden), die Naturstrom Rheinland-Pfalz GmbH, die Elektrizitätswerke Schönau, die Mann Naturenergie GmbH und die Strommixer GmbH. Entscheidet man sich für einen Stromwechsel, kann man bei diesen Firmen nichts falsch machen.



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